Archive for June, 2009

sperma

June 30th, 2009

Erektionsmechanismus

Die Erektion des männlichen Gliedes erfolgt durch Blutfüllung der Schwellkörper, vor allem des Penisschwellkörpers (Corpus cavernosum penis). Im Penisschwellkörper öffnen sich unter dem Einfluss des Parasympathikus (Nervi pelvini, auch als Nervi erigentes bezeichnet) die Rankenarterien (Arteriae helicinae). Diese Zuflüsse zum Penisschwellkörper sind Sperrarterien. Außerdem erschlafft die glatte Muskulatur des Penisschwellkörpers. Der Musculus ischiocavernosus erzeugt durch rhythmische Kontraktionen auf die blutzuführende Arteria profunda penis und gleichzeitiges Abdrücken des venösen Abflusses über die Vena profunda penis im Schwellkörper einen Blutdruck von etwa 1200 Torr (~1.6 Bar), der etwa dem Zehnfachen des arteriellen Blutdrucks im Körper entspricht. Der Penisschaft verdickt und versteift sich. In der Phase der maximalen Erektion kommen sowohl Blutzu- als auch -abfluss des Penisschwellkörpers zum Erliegen, so dass der Penisschwellkörper ein geschlossenes System darstellt.

Der Harnröhren- (Corpus spongiosum penis) und Eichelschwellkörper (Corpus spongiosum glandis) werden – im Gegensatz zum Penisschwellkörper – auch im erschlafften Zustand von Blut durchströmt. Während der Erektion drückt der Musculus bulbospongiosus den Abfluss über die Vena bulbi penis ab, sodass es auch zu einer vermehrten Füllung dieser Schwellkörper kommt. Dies führt zu einer Vergrößerung der Eichel, die Steifigkeit des Gliedes wird allerdings kaum davon beeinflusst. Zudem wird der Blutabfluss hier nicht vollständig gedrosselt, da ein zweiter Abfluss über die Vena dorsalis penis bestehen bleibt, so dass beide Schwellkörper auch bei maximaler Erektion eindrückbar bleiben. Auch der Musculus bulbospongiosus führt kurz vor dem Samenerguss rhythmische Kontraktionen aus, die aufgrund des noch bestehenden zweiten Abflussweges pulsierende Erektionswellen erzeugen und damit den Samenausstoß unterstützen

mehr

June 27th, 2009

Die Erektion wird durch das Erektionszentrum im unteren Rückenmark ausgelöst, normalerweise bei sexueller Erregung, kann aber auch direkt reflektorisch durch mechanische Reizung von Penis und Hoden herbeigeführt werden. Für die sexuelle Erregung sind vor allem psychische Reize wie erotische Wahrnehmungen oder Vorstellungen verantwortlich, bei Tieren spielen auch Geruchsreize eine große Rolle.

Der Größenunterschied zwischen Ruhezustand und erigiertem Penis ist beim Menschen individuell stark unterschiedlich und liegt in der Regel zwischen der zwei- bis vierfachen Länge und dem anderthalb- bis dreifachen Durchmesser.

Die Erektion des Mannes ist eine der Voraussetzungen für das Eindringen beim Geschlechtsverkehr. Die Erektion ermöglicht also erst den fortpflanzungsrelevanten Vaginalverkehr, bei welchem das erigierte männliche Glied in die weibliche Scheide eingeführt wird. Eine Befruchtung ohne Erektion kann unter besonderen Umständen trotzdem stattfinden.

Oft wird die männliche Erektionsfähigkeit aus laienhafter Sichtweise der allgemeinen Manneskraft, Potenz oder Reproduktionsfähigkeit gleichgestellt und als Zeichen von Jugend und Vitalität betrachtet. Doch zu Erektionen kann es auch bei Säuglingen und Greisen kommen. Erektionen treten bei gesunden Menschen in nahezu jedem Lebensalter regelmäßig während des Schlafes innerhalb der so genannten REM-Phasen auf. Besteht eine solche beim Erwachen, wird sie morgendliche Erektion genannt. Auch Orgasmen mit Samenergüssen während des Schlafes, sogenannte Pollutionen, sind immer mit Erektionen verbunden